Wer zum ersten Mal von Argentium hört, stellt meist dieselbe Frage: Was ist daran eigentlich anders als an normalem 925er Silber?
Hinweis zum Titelbild: KI-generiertes Symbolbild. Es zeigt keine realen Silvernity-Produkte.
Argentium 960 enthält mehr Silber als 925er Silber und läuft deutlich langsamer an. Der Grund dafür liegt in der Legierung selbst, nicht in einer Beschichtung.
Die kurze Antwort lautet: Argentium 960 enthält mehr Silber und läuft deutlich langsamer an. Dahinter steckt keine Beschichtung, sondern eine andere Legierung. Ein kleiner Anteil Germanium verändert, wie sich die Oberfläche des Silbers verhält.
Argentium 960 und 925er Silber im Vergleich
| Eigenschaft | Argentium 960 | 925er Silber |
|---|---|---|
| Feinsilbergehalt | 96 % | 92,5 % |
| Zusammensetzung | Silber, Kupfer und Germanium | Silber und weitere Metalle, meist überwiegend Kupfer |
| Farbe | Hell und weiß | Klassischer Silberton |
| Anlaufen | Deutlich anlaufbeständiger | Läuft vergleichsweise schneller an |
| Beschichtung | In der Regel nicht nötig | Schmuck wird teilweise rhodiniert |
| Feuerflecken | Feuerfleckenfreie Legierung | Können bei der Verarbeitung entstehen |
Was bedeutet 925er Silber?
Die Zahl 925 gibt den Feinsilbergehalt an. Von 1.000 Teilen bestehen 925 aus reinem Silber. Die restlichen 75 Teile sind andere Metalle, meist vor allem Kupfer. Diese Mischung ist als Sterlingsilber bekannt.
Das ist kein schlechtes Material. 925er Silber hat sich seit Langem im Schmuckbereich bewährt. Der Kupferanteil hat allerdings einen Nachteil: Er reagiert mit schwefelhaltigen Stoffen in der Luft und mit Einflüssen aus dem Alltag. Das Schmuckstück kann dadurch dunkler werden.
Was macht Germanium im Argentium Silber?
Argentium enthält ebenfalls Kupfer. Hinzu kommt Germanium. An der Oberfläche unterstützt es die Bildung einer dünnen, germaniumreichen Oxidschicht. Diese Schutzschicht kann sich nach Beschädigungen erneut bilden, verringert Reaktionen mit der Umgebung und lässt das Silber länger hell bleiben.
Bei Silvernity verwenden wir Argentium 960. Die Zahl steht für 960 Teile Feinsilber, also 96 %. Argentium gibt es auch als 940er Legierung. Wir haben uns bewusst für die reinere Variante entschieden.
Läuft Argentium Silber überhaupt an?
Ja, das kann passieren. „Anlaufbeständig“ heißt nicht „für immer unverändert“. Haut, Kosmetik, Chlor, schwefelhaltige Stoffe und die Aufbewahrung spielen weiterhin eine Rolle.
Der Unterschied zeigt sich darin, wie schnell und wie stark sich die Oberfläche verändert. Argentium International beschreibt beide Argentium-Legierungen als hochgradig anlaufbeständig. In einem von CATRA durchgeführten Vergleichstest begann die geprüfte Probe aus gewöhnlichem Sterlingsilber nach einer Stunde sichtbar anzulaufen. Bei der dort getesteten Argentium-Sterling-Probe zeigten sich erste Veränderungen erst nach zehn Stunden. Der Versuch bezog sich auf diese konkreten Proben und Prüfbedingungen; er ist kein garantierter Faktor für jedes heutige Schmuckstück, macht den Unterschied der Legierungen aber gut sichtbar.
Wer seinen Schmuck normal trägt und vernünftig aufbewahrt, hat mit Argentium meist deutlich weniger Pflegeaufwand. Mehr zur Oberfläche und zu den Prüfverfahren steht auf unserer Seite Alles über Argentium Silber.
Warum wirkt Argentium so hell?
Der hohe Silbergehalt und die Legierung sorgen für einen sehr hellen, weißen Farbton. Diese Farbe kommt aus dem Metall selbst. Sie muss nicht mit Rhodium überdeckt werden.
Das ist uns wichtig. Wenn ein Schmuckstück hell aussieht, soll diese Wirkung vom Material kommen und nicht von einer dünnen Schicht, die sich mit der Zeit abtragen kann.
Wie sieht es mit Härte und Haltbarkeit aus?
Hier lohnt sich eine genaue Antwort. Die Härte eines Schmuckstücks hängt auch davon ab, wie das Metall verarbeitet wurde. Argentium lässt sich kaltverfestigen und zusätzlich durch eine kontrollierte Wärmebehandlung härten. Deshalb wäre die Aussage, jedes Stück aus Argentium sei automatisch härter als jedes Stück aus 925er Silber, zu pauschal.
Richtig verarbeitet ist Argentium 960 sehr gut für hochwertigen Schmuck geeignet. Wie bei jedem Edelmetall können beim Tragen trotzdem Kratzer entstehen.
Was ist bei empfindlicher Haut zu beachten?
Unser Schmuck aus Argentium 960 ist nickelfrei und unbeschichtet. Argentium International bezeichnet die Legierung als hypoallergen. Viele Menschen, die auf herkömmliche Schmuckmetalle empfindlich reagieren, achten genau auf diese Punkte.
Eine Garantie für jede Haut gibt es nicht. Wer bereits eine bekannte Metallallergie hat, sollte die Zusammensetzung mit einem Arzt oder einer Ärztin besprechen.
Warum verarbeitet Silvernity Argentium 960?
Wir wollen, dass die Qualität im Metall beginnt. Der höhere Silbergehalt, die helle Farbe und die bessere Anlaufbeständigkeit passen zu der Art von Schmuck, die wir fertigen möchten. Eine Rhodinierung brauchen wir dafür nicht.
Silvernity ist eine der führenden Adressen für Schmuck aus 960 Argentium Silber. In unseren Kollektionen findest du Ringe, Ohrringe, Anhänger und Ketten aus dieser Legierung.
Kurze Antworten auf häufige Fragen
Ist Argentium echtes Silber?
Ja. Argentium 960 besteht zu 96 % aus Feinsilber. Der Silberanteil liegt damit über dem von 925er Silber.
Sind 925er Silber und Sterlingsilber dasselbe?
Ja. Beide Begriffe bezeichnen Silber mit einem Feinsilbergehalt von 92,5 %.
Muss Argentium rhodiniert werden?
Nein. Die helle Oberfläche entsteht durch die Legierung selbst. Eine Rhodinierung ist normalerweise nicht erforderlich.
Ist Argentium besser als 925er Silber?
Argentium 960 hat den höheren Silbergehalt und ist deutlich anlaufbeständiger. Wer genau diese Eigenschaften sucht, bekommt damit häufig die passendere Alternative. 925er Silber bleibt dennoch eine bewährte Schmucklegierung.