Was Argentium Silber besonders macht
Argentium Silber ist keine gewöhnliche Silberlegierung. Es verbindet einen besonders hohen Silberanteil mit dem Element Germanium — und genau dort beginnt der Unterschied.
Durch Germanium entsteht eine Legierung, die heller wirkt, deutlich weniger zum Anlaufen neigt und in der Schmuckherstellung meist unbeschichtet verarbeitet wird.
Er beginnt im Metall.
Heller.
Weißer.
Messbar anders.
Eines der auffälligsten Merkmale von Argentium Silber ist seine außergewöhnliche Helligkeit. Die spezielle Legierung verleiht dem Material eine natürliche Brillanz, die klassisches 925er Silber sowie Weißgold, Platin, Palladium und Rhodium messbar übertrifft.
Der Unterschied ist sichtbar — und wissenschaftlich nachweisbar. Nicht durch Beschichtungen, sondern durch die Zusammensetzung des Metalls selbst.
Wissenschaftlich messbar
Die Farbwirkung von Edelmetallen wird mit internationalen Messsystemen analysiert. Entscheidend sind dabei unter anderem der L-Wert für Helligkeit sowie der b-Wert für den Weißgrad eines Materials.
Argentium Silber erreicht in beiden Bereichen außergewöhnliche Werte — und hebt sich dadurch sichtbar von klassischen Silberlegierungen ab.
Wie wird Farbe gemessen?
Die Farbmessung erfolgt über das international anerkannte CIELAB-Farbmesssystem, gemessen mit einem sogenannten Colorimeter.
Zwei Werte sind dabei entscheidend: Der L-Wert misst die Helligkeit auf einer Skala von Schwarz nach Weiß. Der b-Wert misst den Weißheitsgrad auf einer Skala von Blau nach Gelb.
Argentium Silber erreicht in beiden Messungen außergewöhnliche Spitzenwerte — und übertrifft damit alle anderen in der Schmuckindustrie verwendeten Edelmetalle.
L-Wert
Misst die Helligkeit auf einer Skala von Schwarz nach Weiß.
b-Wert
Misst den Weißheitsgrad auf einer Skala von Blau nach Gelb.
Heller und weißer als Vergleichsmetalle.
Die Messergebnisse belegen eindeutig: Argentium Silber ist heller und weißer als jedes Vergleichsmetall.
Die sogenannte Argentium Qualification Line (AQL) legt dabei fest, welche Mindestwerte eine Legierung erreichen muss, um offiziell als Argentium Silber zu gelten.
96 % Silber.
Kein Kompromiss.
Argentium Silber ist in seiner Reinheit klassischem 925er Silber klar überlegen. Die Geschichte des Materials beginnt mit Argentium 935 — der ursprünglichen Legierung, die als erste offiziell unter dem Namen Argentium eingeführt wurde.
Später kam Argentium 960 als reinere Stufe hinzu. Die 935er Legierung wurde inzwischen überarbeitet und trägt heute die Bezeichnung Argentium 940.
Die offiziellen Argentium-Stufen
Aktuell gibt es zwei offizielle Stufen von Argentium Silber:
Zum Vergleich: Klassisches 925er Silber enthält 92,5 % Silber. Das britische Britanniasilber liegt bei 95,8 %. Argentium 960 übertrifft damit sogar den renommierten britischen Britannia-Standard.
Achte auf das Argentium®-Einhorn-Markenzeichen als Nachweis für zertifiziertes Argentium Silber.
Warum läuft Argentium Silber weniger an?
Während klassisches 925er Silber überwiegend aus Silber und Kupfer besteht, enthält Argentium zusätzlich einen kleinen Anteil Germanium. Diese Veränderung der Legierung führt zu mehreren Unterschieden in den Materialeigenschaften.
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen klassischem 925er Silber und Argentium Silber.
| Eigenschaft | 925er Silber | Argentium |
|---|---|---|
| Silberanteil | 92,5 % | bis zu 96 % |
| Anlaufen | tritt häufiger auf | deutlich reduziert |
| Beschichtung | oft rhodiniert | unbeschichtet |
| Farbwirkung | leicht wärmer | besonders hell |
Was bedeutet das für den Träger?
Argentium Silber verbindet hohe Reinheit mit modernen Materialeigenschaften. Schmuck aus dieser Legierung bleibt länger hell, ist widerstandsfähiger gegenüber Verfärbungen und wird meist ohne zusätzliche Beschichtung verarbeitet.
Für den Träger bedeutet das: weniger Pflegeaufwand, ein dauerhaft heller Glanz und ein Edelmetall, das für den täglichen Gebrauch geeignet ist.
Viele Schmuckstücke aus klassischem 925er Silber werden rhodiniert, um den Glanz zu verstärken und das Anlaufen zu verlangsamen. Argentium Silber besitzt von Natur aus eine besonders helle Oberfläche und wird deshalb unbeschichtet verarbeitet.
Argentium Silber – Härte und Haltbarkeit
Silber muss in der Verarbeitung weich und formbar sein – das ist für die Herstellung von Schmuck unerlässlich. Das fertige Stück hingegen soll hart, stabil und widerstandsfähig sein. Die Legierung erfüllt beide Anforderungen auf außergewöhnliche Weise.
Verfestigt sich Argentium Silber?
Ja. In der Verarbeitung ist das Material hervorragend formbar – und verfestigt sich im fertigen Zustand zu einer überlegenen Härte.
Das Ergebnis ist Schmuck, der Kratzer, Dellen und Verformungen deutlich besser widersteht als klassisches 925er Silber.
Kann Argentium Silber wärmegehärtet werden?
Ja – und das ist eine der faszinierendsten Eigenschaften des Materials. Durch eine einfache Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur lässt sich die Legierung gezielt aushärten.
Besonders bemerkenswert: Auch bereits gelötete Schmuckstücke können nachträglich wärmegehärtet werden – bei klassischem 925er Silber ist das nicht möglich.
Wie wird Anlaufbeständigkeit getestet?
Argentium Silber ist für seine außergewöhnliche Anlaufresistenz bekannt. Doch entscheidend ist nicht nur die Behauptung — sondern die Prüfung.
Das Prüfverfahren ist anspruchsvoller als viele Branchenstandards und besteht aus drei unabhängigen Tests: Schwefeltest, Schweißtest und Ultraviolett-Test.
Diese Grafik zeigt die Ergebnisse der Anlaufbeständigkeitstests verschiedener Silberlegierungen. Die gesamte Familie der Argentium-Silberlegierungen erreicht dabei deutlich bessere Werte als die Vergleichsmetalle.
Um offiziell als Argentium Silber bezeichnet werden zu dürfen, muss jede Legierung definierte Mindestwerte erreichen. Diese Anforderungen werden durch die sogenannte Argentium Qualification Line (AQL) festgelegt.
Schwefeltest
Dieser Test simuliert die Auswirkungen von Schwefel und schwefelhaltigen Gasen, wie sie in der Atmosphäre und in alltäglichen Substanzen vorkommen.
Schweißtest
Dieser Test reproduziert den direkten Hautkontakt und die Auswirkungen von Schweiß auf die Silberlegierung — abgeleitet aus einem standardisierten Verfahren der Brillenindustrie.
Ultraviolett-Test
Dieser Test prüft, ob eine Legierung lichtempfindlich gegenüber UV-Strahlung ist — besonders relevant für Schmuck, der dauerhaft ausgestellt wird oder regelmäßig Sonnenlicht ausgesetzt ist.
Nur Legierungen, die in allen drei Tests die Argentium Qualification Line erreichen, dürfen offiziell als Argentium Silber bezeichnet werden.
Die Testergebnisse belegen eindeutig: Argentium Silber ist klassischem 925er Silber in der Anlaufbeständigkeit deutlich überlegen.
Argentium – Frei von Feuerflecken
Warum sind Feuerflecken ein Problem?
Die Entfernung von Feuerflecken erfordert Säuren, Schleifprozesse oder Beschichtungen wie Rhodinierung — das kostet Zeit, Geld und belastet die Umwelt durch giftige Chemikalien.
Viele 925er Silberstücke, die rhodiniert sind, verbergen darunter genau diese Flecken.
Ergebnisse der Feuerflecken-Tests
Vergrößerte Querschnitte von geglühten Metallproben zeigen deutlich: Bei klassischem 925er Silber und Standard-Deox-Legierungen dringen Feuerflecken tief in die Oberfläche ein.
Die Probe von Argentium Silber zeigt eine vollständig feuerfleckenfreie Oberfläche.
- Keine Säure- oder Schleifprozesse nötig
- Keine Beschichtung erforderlich
- Weniger Umweltbelastung
- Bessere Arbeitsbedingungen
Ergebnisse der Feuerflecken-Tests
Vergrößerte Querschnitte von geglühten Metallproben zeigen es deutlich: Bei klassischem 925er Silber und Standard-Deox-Legierungen dringen Feuerflecken tief in die Oberfläche ein.
Die Probe von Argentium Silber zeigt dagegen eine vollständig feuerfleckenfreie Oberfläche. Die Tests wurden von CATRA – der Cutlery & Allied Trades Research Association, UK – durchgeführt.
Was sind die Vorteile von feuerfleckenfreiem Argentium-Silber?
- Keine Säure- und Schleifprozesse zur Entfernung von Feuerflecken nötig
- Keine Beschichtungsprozesse zur Verdeckung von Oxidflecken erforderlich
- Weniger Zeit-, Arbeits- und Kostenaufwand in der Verarbeitung
- Umweltvorteile durch den Verzicht auf giftige Chemikalien
- Bessere Arbeitsbedingungen ohne Feuerflecken-Entfernungsprozesse
Argentium – Vielseitigkeit
Die Legierung bietet Schmuckmachern eine außergewöhnliche Vielseitigkeit. Sie lässt sich löten, schweißen und verschmelzen – und ist damit auch für moderne Fertigungstechnologien geeignet.
Das eröffnet Möglichkeiten im Design, die mit klassischem 925er Silber nicht realisierbar wären.
Wie viele Argentium-Legierungen gibt es?
Es gibt zwei offizielle Argentium-Silberlegierungen, jede mit spezifischen Eigenschaften für unterschiedliche Anforderungen in der Herstellung:
- Argentium 940
- Argentium 960
Bei Silvernity wird ausschließlich mit Argentium 960 gearbeitet – der reinsten verfügbaren Stufe.
Argentium – Hypoallergen und nickelfrei
Klassisches 925er Silber besteht zu 92,5 % aus Silber – der verbleibende Anteil besteht meist überwiegend aus Kupfer. In vielen Legierungen kommen jedoch weitere Metalle hinzu, die die Materialeigenschaften zusätzlich beeinflussen können.
Das Kupfer klassischer Silberlegierungen übernimmt dabei die Kontrolle über die Oberfläche: Es oxidiert, das Material läuft an und viele Schmuckstücke werden anschließend beschichtet, um genau das zu kaschieren.
Auch Argentium Silber enthält Kupfer – der entscheidende Unterschied liegt jedoch im Germanium. Es stabilisiert die Oberfläche, reduziert Oxidation und macht zusätzliche Beschichtungen weitgehend überflüssig.
Das Material bleibt, was es ist: reines, echtes Silber.
- Hypoallergen – ideal für Menschen, die empfindlich auf klassische Silberlegierungen reagieren
- Nickelfrei – eine der häufigsten Ursachen für Metallallergien entfällt vollständig
- Antibakterielle Eigenschaften – Silber gehört seit Jahrhunderten zu den hygienisch interessantesten Edelmetallen
- Keine Tarnschichten – keine Rhodiumschicht nötig, um Oxidation optisch zu verstecken
Argentium Silber – verantwortungsvoll und nachhaltig
Nachhaltigkeit ist in der Schmuckindustrie kein Selbstläufer. Viele traditionelle Verarbeitungsprozesse von 925er Silber setzen aggressive Chemikalien ein – für die Entfernung von Feuerflecken, für Beschichtungen und für die Nachbearbeitung.
Argentium Silber reduziert genau diese Prozesse erheblich. Die Legierung bleibt heller, stabiler und benötigt deutlich weniger chemische Nachbehandlung.
- Ausschließlich aus ethisch gewonnenem Silber hergestellt
- Die hohe Feuerfleckenbeständigkeit macht aggressive Chemikalien in der Verarbeitung weitgehend überflüssig
- Weniger Herstellungsaufwand bedeutet weniger Ressourcenverbrauch und geringere Umweltbelastung
- Keine Tarnschichten nötig – das Material bleibt, was es ist: echtes Silber
Argentium erleben – bei Silvernity
Silvernity steht für Schmuck aus 960 Argentium Silber – entwickelt von einem lizenzierten Argentium-Verarbeiter und Argentium Botschafter mit direktem Austausch zu Argentium® in London.
Hier geht es nicht um beschichteten Silberschmuck. Es geht um echtes Argentium Silber – sichtbar heller, moderner verarbeitet und konsequent auf Qualität ausgerichtet.
Besonders bei unseren Maßketten zeigt sich dieser Anspruch: Länge, Wirkung und Tragegefühl werden individuell gewählt – gefertigt aus 960 Argentium Silber.
Maßketten aus 960 Argentium Silber – individuell gefertigt, statt nur in Standardlängen verkauft.
Maßketten entdecken